Meine Erfahrungen mit der 3-6-9 Liver Rescue Cleanse (Leberreinigung) nach Medical Medium Anthony William 

In diesem Beitrag erzähle ich von meinen Erfahrungen mit der 3-6-9 Leberreinigung  und gebe dir praktische und hilfreiche Tipps für die Durchführung. Er ersetzt nicht die Lektüre des Buches Heile deine Leber von Medical Medium Anthony William.

Vor ca. einem Jahr begann ich meine tägliche Ernährung nach den Empfehlungen von Anthony William auszurichten, nachdem ich seine Bücher Mediale Medizin, Medical Food und Heile deine Schilddrüse gelesen hatte. Wie bereits in dem Beitrag über den Heavy Metal Detox Smoothie auf diesem Blog berichtet, machte ich sehr schnell gute  Erfahrungen damit, obwohl ich nicht viel an meiner bisherigen Ernährung ändern musste. Ich lebte schon seit langer Zeit vegan, zum Großteil rohköstlich und nach Möglichkeit verwendete ich schon immer überwiegend Nahrungsmittel aus dem eigenen Garten oder aus biologischem Anbau. Doch manchmal sind es schon kleine Veränderungen, die uns weiter voran bringen und mehr Wohlbefinden in unser Leben bringen können.

Die Pflege unserer Leber ist eines der wichtigsten Dinge, die wir für unsere Gesundheit tun können, da nahezu jede Krankheit oder jede physische, mentale oder emotionale Problematik, aufgrund einer überlasteten Leber auftreten kann.

Laut Anthony William hat heutzutage fast jeder eine gestresste und überlastete Leber. Selbst wenn man einen gesunden Lebensstil pflegt, kann die Leber möglicherweise nicht alle ihre zahlreichen Aufgaben so gut bewältigen, dass der Mensch auf Dauer gesund bleibt – genau darum geht es bei der 3-6-9 Leberreinigung.

Die Kur ist in drei Phasen unterteilt, die jeweils drei Tage dauern. Jede Phase wird in Bezug auf das, was man essen darf, zunehmend restriktiver. Jeder wird diese Kur natürlich anders empfinden, doch ist es immer hilfreich etwas über die Erfahrungen eines anderen Menschen zu lesen, um eine Vorstellung davon zu bekommen, was man selbst erwarten darf.

Die 3-6-9 Leberreinigung habe ich als relativ sanfte Detoxkur empfunden, die auch für „Neulinge“ leichter durchzuhalten ist, als anfangs vermutet. Auch die eventuelle Angst davor, nicht genug zu essen zu bekommen, ist völlig unbegründet, denn – so viel sei schon einmal vorweg gesagt – es gibt mehr zu essen, als die meisten Menschen bewältigen können. Allerdings empfehle ich eine gute Planung und Vorbereitungen, vor allem wenn du während diesen 9 Tagen auch arbeiten gehen musst. Unbedingt sollte man auch ausreichend Ruhephasen einplanen.

Die Leber-Rettungs-Kur

Tage 1 – 3

Die erste Phase ist sanft und bereitet die Leber auf die Freisetzung der gespeicherten Toxine vor. Der Fokus liegt auf ausreichender und reichlicher Flüssigkeitszufuhr, sowie Obst und Gemüse. Außerdem stehen Äpfel und Zitronen- oder Limettenwasser und Melissen- oder Hibiskustee  im Focus.

Zitronenwasser am Morgen

Die Fettaufnahme wird gesenkt und bestimmte Lebensmittel wie Eier, Milchprodukte, Lamm, Schweinefleisch, Rapsöl und Gluten vermieden. Um mindestens die Hälfte reduziert werden sollten allgemein fettreiche Lebensmittel wie z. B. Nüsse, Öle, tierisches Eiweiß – und wenn man diese essen will, dann sollte man bis zum Abendessen damit warten.

Rohköstlicher Apfelmus

Im ersten Drittel der Reinigung änderte sich nicht viel an meiner gewohnten Ernährung und es war dementsprechend einfach für mich. Der Tag begann für mich wie an jedem Morgen  mit Zitronenwasser und Selleriesaft, Früchte am Vormittag und weil er mir einfach so gut schmeckt, den Heavy Metal Detox Smoothie zum Mittagessen. Am Nachmittag die vorgeschriebenen zwei Äpfel mit 1 bis 4 Datteln (mit etwas Zimt kann man daraus auch einen leckeren Apfelmus zubereiten) und als Abendessen einen großen Salat und ein warmes veganes, gluten- und fettfreies Gericht.

Abendessen: Ofengemüse mit Kichererbsen-Nudeln

Um gut in die eigentliche Detox-Kur zu starten genoss ich am Abend des dritten Tages ein entspannendes und entgiftendes Basen-Vollbad, dem ich einige Tropfen ätherisches Lavendelöl zufügte.

Tage 4 – 6

Die zweite Phase soll es der Leber ermöglichen, sich selbst zu reinigen. Alle Fette werden eliminiert, wodurch die Leber eine Pause von ihren Aufgaben der Verarbeitung und Lagerung bekommt. Diese drei Tage drehen sich um ganz bestimmte Ernährungspläne, die darauf abzielen, optimale Nährstoffe bereitzustellen, die der Körper während einer Reinigung benötigt.

Liver-Rescue-Smoothie

Zitronenwasser, Selleriesaft, Äpfel, sowie rohes und gedämpftes Gemüse wie Spargel und Rosenkohl, die für die Leber eine bedeutende Rolle spielen und leistungsstarke „Leberreinigungsmittel“ sind, stehen neben dem Liver Rescue Smoothie und dem Liver Rescue Salat (für 1 – 2 Portionen: 150 – 200 g verschiedene Salatblätter, 1 Schale Cherrytomaten, 1 ganze Salatgurke, 1 – 2 Stangen Sellerie, je 1 Handvoll Korianderblätter, Petersilie, Schalottenwürfel – optional, Saft von 1 Zitrone oder Orange als Dressing) im Mittelpunkt. Es gibt jeweils zwei Variationen des Smoothies und des Salates. Ich habe mich jeweils für die Variante A entschieden, die nicht so viele Zutaten hat und schnell zubereitet ist.

Leber-Rettungs-Salat

Die Vielfalt der Speisen, bzw. die Auswahl an Obst und Gemüse sind eingeschränkter, als ich es gewohnt bin. Heidelbeer-Drachenfrucht-Smoothies (Liver Rescue Smoothie – hier geht es zum Rezept) sind absolut köstlich, aber der (gedämpfte) Spargel und (gedämpfte) Rosenkohl zweimal täglich mit dem RIESIGEN Salat jeweils mittags und abends, an drei Tagen hintereinander, war fast mehr als ich kauen und schlucken konnte. Ich liebe Salat, doch ich kenne keinen Menschen, der solche Mengen zwei Mal täglich verdrücken könnte. Ich variierte deshalb ein wenig die Zubereitung. Mittags bereitete ich mir aus allen Zutaten für den Salat inclusive dem rohen Spargel plus eine Karotte plus Brennnesseln (meine eigene Inspiration, da ich ein Wildkräuter-Freak bin) einen frisch gepressten Saft zu, der absolut lecker war und mich total befriedigte. Eine weitere Möglichkeit wäre gewesen, eine rohköstliche Suppe (wie Gaspacho) bzw. einen Smoothie daraus zu mixen.

Zutaten für den Leber-Rettungs-Salat vor dem Versaften

Auch der pur gedämpfte Spargel war ziemlich langweilig, weshalb ich ihn dann abends entweder roh im Salat aß oder ihn zumindest mit ein wenig Salz, Chili, Zitronensaft und Ahornsirup marinierte. Der gedämpfte Rosenkohl war die größte Herausforderung für mich, da es das einzige Gemüse auf diesem Planeten neben Rettich ist, das ich nicht mag – pur, nackt und gedämpft schon gar nicht. Ich fühlte mich an meine Kindheit erinnert, als ich ihn essen „musste“.

Abendessen: Leber-Rettungs-Salat mit Rosenkohl und Spargel

Nach einer Handvoll Röschen habe ich kapituliert und mein Sohn hat sich „erbarmt“ und ihn für mich gegessen:-D Das nächst Mal werde ich ihn durch Brokkoli oder Blumenkohl ersetzen. Das sind auch Kreuzblütlergewächse, zwar in diesem Fall vielleicht nicht ganz so heilkräftig wie Rosenkohl, doch kann ich diese mit Genuss statt mit Widerwillen essen, was sie für mich persönlich wesentlich wertvoller macht.

Zum Abschluss des zweiten Drittels gönnte ich mir ein Detox-Epsom-Fußbad mit ätherischem Melissenöl – herrlich! Ich liebe Fußbäder!! (Hier geht es zum Blogbeitrag „Verwöhne dich mit einem Fußbad)

Tage 8 – 9

Die letzte Phase ermöglicht es der Leber, sich von gespeicherten Toxinen zu reinigen. Die Tage 7 und 8 ähneln den vorherigen drei, obwohl Kartoffeln am Tag 7 ein willkommenes Comeback feiern. Tag 9 ist flüssig in Form von Säften und gemixten Früchten.

Spinatsuppe mit Gurkenspaghetti

Wieder Spargel und Rosenkohl zum Abendessen, aber zumindest gab es mittags eine rohköstliche Spinatsuppe (aus 100 g Baby-Spinat, 250 g Cherrytomaten, 1 Selleriestange, frischen Basilikumblättern und frisch gepresstem Orangensaft) mit Gurkenspaghetti zum Mittagessen. Die Gurkenspaghetti in der „Suppe“ zu essen, empfand ich als zu umständlich, weshalb ich am Tag 8 die Gurke einfach mit allen Zutaten zusammen in den Mixer gab. Alternativ könnte man auch einfach Gurkenscheiben zu dieser Rohkost-Suppe dazu knabbern, wenn man gerne etwas „zu beißen“ haben möchte.

Abendessen: Willkommene Abwechslung – Spargel mit Kartoffeln

Ich sollte auch erwähnen, dass ich drei bis vier Äpfel an jedem Tag der Kur aß, außerdem trank ich einen halben bis einem ganzen Liter Selleriesaft und Zitronenwasser plus den abendlichen Melissen- oder Hibiskustee. Dazwischen immer mal auch ein paar Gläser Wasser.

Snack: Äpfel mit Datteln und Stangensellerie

Um ehrlich zu sein, war Tag 8 eine kleine Herausforderung für mich. Hatte ich mich während dieser Leberreinigung bisher physisch und psychisch gut und wie immer gefühlt, war ich an diesem Tag schon etwas „genervt“, was wohl ein Entgiftungssymptom war. Die Eintönigkeit in der Ernährung stresste mich. Obwohl ich Äpfel wirklich gerne esse, hatte ich Lust auf ein paar andere Früchte. Ebenso erging es mir mit dem Spargel – er hing mir schon zu den Ohren heraus – Rosenkohl sowieso. Abends bekam ich an diesem Tag auch schmerzhafte Blähungen. Außerdem litt ich während dieser Kur mehr als sonst unter Schlafstörungen, da die (durch die beachtliche Aufnahme von Flüssigkeiten) nächtlichen Ausflüge auf die Toilette einen guten Schlaf nicht unbedingt förderten. Meine Schlafstörungen waren ebenso wie eine immer wiederkehrende Gürtelrose übrigens die Hauptgründe für mich, diese Leberreinigung durchzuführen.

Rituelle Abendgetränke: Zitronenwasser und Melissentee

Ich beschloss mir vor dem zu Bett gehen einen feucht-warmen Leberwickel zu machen. Dazu wird ein kleines Handtuch in so heißes Wasser getaucht, dass man sich nicht verbrüht, ausgewrungen und  so zusammengefaltet, dass es den Leberbereich unter dem rechten Rippenbogen gut abdeckt und mit einem weiteren Handtuch und einer Wärmflasche oder einem warmen Kirschkernsäckchen bedeckt, um die Wärme zu speichern. Zwanzig Minuten liegen bleiben und entspannen, Leberwickel entfernen und nachruhen. Bitte nicht sofort wieder aufstehen, da es einem sonst schwindelig werden kann. Ich bin praktischerweise liegen geblieben und sofort eingeschlafen.

Selleriesaft

Ich freute mich schon richtig auf Tag 9, der ein Safttag war. Es war eine solche Erleichterung, dass ich keinen Rosenkohl mehr essen musste! Du kannst dir nicht vorstellen, wie sehr ich diesen Tag genossen habe. Die leckeren Säfte (na ja, außer Selleriesaft) waren das reinste Manna für mich. Ich trank morgens das obligatorische Duo Zitronenwasser und Selleriesaft, gefolgt von gemixter Wassermelone, Apfel-Gurken-Saft, Orangensaft, Selleriesaft, Apfel-Gurken-Minz-Saft und wieder Orangensaft – in dieser Reihenfolge – mit großem Genuss und Vergnügen. Den Abschluss bildeten dann wieder Zitronenwasser und der abendliche Melissentee. Ich fühlte mich so richtig gut.

Wassermelonensaft aus pürierter Wassermelone

Am nächsten Tag – also dem 1. Tag nach der Kur – gestaltete ich meine Nahrungsaufnahme so, dass ich natürlich wieder mit Zitronenwasser und Selleriesaft begann, später Früchte (Kiwis und Äpfel) und weil er so lecker war wieder den Liver-Rescue-Smoothie. Salat und zum Abendessen etwas Ofengemüse mit wenigen Kartoffeln und Süßkartoffeln und – als einzige Fettquelle nach 9 Tagen – einen Esslöffel zerdrückte Avocado. Dabei fiel mir auf, dass ich das Fett während der Kur überhaupt nicht vermisst hatte !!! und überlegte, ob ich mit der Avocado vielleicht hätte warten sollen. In diesem Moment bekam ich Durchfall, was ich jetzt, als den eigentlichen Abschluss dieser Reinigungskur betrachte, da ich mich danach unglaublich befreit und gut fühlte, als hätte da noch unbedingt etwas den Körper verlassen wollen bzw. sollen.

Fazit

Heute habe ich einen mentalen und visuellen Scan meines Körpers gemacht. Ich fühlte mich sauberer, leichter, klarer und zentriert. Meine normalerweise gute Laune ist noch besser als sonst. Ich hatte mich vor der Leberreinigungskur gewogen, direkt bevor ich mit der Reinigung begonnen habe und stellte fest, dass ich nur 1,5 kg Körpergewicht verloren habe, was gut ist, da ich schlank bin. Doch ich weiß, dass andere Menschen wesentlich mehr an Gewicht verlieren. Auch mein Bauch war wunderschön flach. Ich bemerkte Gefühle von Unbeschwertheit, Ganzheit und Wohlbefinden. Mein Geist ist klar und mein Energieniveau steigt wieder. Außerdem habe ich längst fällige Entscheidungen getroffen. Leider bestehen meine durch die Wechseljahre bedingten Schlafstörungen nach wie vor, doch ich hoffe auf Besserung.

Ich werde die Tage 4 – 9 noch eine Zeit  lang einmal im Monat wiederholen, um meiner Leber die Möglichkeit zu geben, sich vollständig zu reinigen und zu heilen. Beim nächsten Mal werde ich zusätzlich zum Basenbad und dem Fußbad den Leberwickel mindesten ein Mal pro Drittel oder sogar täglich wiederholen, da er sich ebenso wie die Bäder, als besonders wohltuend und entlastend für mich erwiesen hat.

Zugegen, diese Leber-Reinigung-Kur ist sicher nicht für alle Menschen gleich gut geeignet. Sie erfordert eine gute Vorbereitung und Zeit. Außerdem ist es praktisch neben einem guten Mixer auch einen Entsafter zu besitzen. Es gibt schon gute Entsafter für wenig Geld.

Empfehlenswerte Vorbereitungen sind z. B. das Waschen des Selleries und des Gemüses schon nach dem Einkaufen, das Abwiegen der Zutaten für den nächsten Tag am Abend zuvor usw.

Wie ich bereits erwähnt habe, ist diese Leber-Reinigung etwas zeitaufwändig, daher sollte sie auf jeden Fall in einer Zeit durchgeführt werden, in der weder geschäftlich noch privat viele Termine anstehen oder viel Hektik oder Stress herrscht. Plane auch so, dass die letzten drei Tage der Reinigung (die am schwierigsten sind) auf ruhige Tage, wie das Wochenende fallen. Ich begann an einem Samstag und endete an einem Sonntag.

Alle Infos rund um die 3-6-9 Leberrettungskur, die genauen Tagespläne und alle Rezepte findest du im Buch Heile deine Leber von Medical Medium Anthony William.

Welche Erfahrungen hast du mit dieser Leberreinigung gemacht? Über einen Kommentar von dir würde ich mich sehr freuen.

Weitere empfehlenswerte Beiträge auf diesem Blog:

Liver Rescue Smoothie nach Medical Medium Anthony William

Heavy Metal Detox Smoothie nach Medical Medium Anthony William

Wilde Heidelbeeren – Die blaue Kraft der Wildnis

Drachenfrucht (Pitaya, Pitahaya) –  Die magische Frucht mit zahlreichen gesundheitlichen Vorteilen

Gerstengrassaft – grüne Pflanzenpower für mehr Gesundheit

 

Disclaimer – Aus rechtlichen Gründen muss ich darauf hinweisen, dass ich weder Medizinerin noch Heilpraktikerin bin. Alle von mir auf rawvegangreen getroffenen Aussagen über Wirkungsweisen und Eigenschaften der einzelnen Mittel und Rezepte ergeben sich aus meinen persönlichen Erfahrungen bei ihrer Ver- und Anwendung. Sie dienen der Information und stellen in keiner Weise Heilversprechen dar. Ich weise ausdrücklich darauf hin, dass weder Linderung von Problemen oder gar Krankheiten garantiert oder versprochen werden. Die Inhalte können keine persönliche Beratung, eine Untersuchung oder Diagnose durch einen Arzt oder Therapeuten ersetzen und du solltest meine Information auch nicht dazu nutzen, Eigendiagnosen zu stellen oder dich selbst zu therapieren! Mit anderen Worten, wenn du meine Infos und Rezepte nachmachst, tust du das auf eigene Verantwortung.

 Bei den Produkt-Links handelt es sich um Affiliate-Links.  Als Amazon-Partner verdiene ich an qualifizierten Käufen – für dich entstehen dabei keinerlei Kosten und du unterstützt meine Arbeit. Herzlichen Dank  – Deine Ana-Maria