Gerstengrassaft – grüne Pflanzenpower für mehr Gesundheit

Gerstengras-Saftpulver ist eine der Hauptzutaten in Medical Medium Anthony Williams Heavy Metal Detox Smoothie. Er schreibt in seinem Blog über Gerstengrassaft: „Eines der Greens, das ich wegen seiner unglaublichen heilenden Eigenschaften oft empfehle, ist Gerstengras-Saftpulver. Dieses wunderbare grüne Pulver kann zu Wasser, Kokoswasser, Säften oder Smoothies hinzugefügt werden, um zusätzliche Nährstoffe zu erhalten.“

Als Superfood bezeichnen Gesundheitsgurus in aller Welt den grünen Gerstengrassaft. Gerste ist als Zutat für die Herstellung von Bier bekannt, doch bietet diese Pflanze als junges Gras eine reiche Fülle an Vitaminen und Mineralien, die der Körper zum Leben benötigt. Gerstengras ist glutenfrei und kann in einer Vielzahl von Klimazonen wachsen.

Gerste ist seit der Antike bekannt und war das erste Getreide, das vom Menschen angebaut wurde. Sie wurde erstmals im Jahre 7000 v. Chr. als Nahrungsmittel und für medizinische Zwecke verwendet. Die Ernteberichte reichen bis in das Jahr 2440 v. Chr. Zurück. Auch in China wurde die Pflanze bereits um 2000 v. Chr. angebaut.

Für medizinische Zwecke wurde Gerstengras zur Behandlung von Leber-, Haut- und Blutkrankheiten verwendet. Die alten Griechen nutzten es, um Entzündungen des Magen-Darm-Trakts zu behandeln.

100 g Gerstengras enthalten:

  • 12 g Protein
  • 12 mg Natrium
  • 452 mg Kalium
  • 73 g Kohlenhydrate
  • 19% Eisen
  • 15% Vitamin B6
  • 33% Magnesium

Außerdem:

  • Chlorophyll
  • Alle acht essentiellen Aminosäuren
  • 15-mal mehr Eiweiß als Milch
  • Vitamine B1, B2, B12 und C
  • Folsäure
  • Lutein
  • Pantothensäure
  • Calcium, Phosphor und Kupfer
  • Antioxidantien, Bioflavonoide, einschließlich der C-Glycosylflavone, Lutonarin und Saponarin

Die Menschen wissen schon lange um die gesundheitlichen Vorteile von Gerstengras, aber Fortschritte in der Landwirtschaft und Nahrungsmittelproduktion haben dazu geführt, dass wir dieses nützliche Gras nicht mehr gegessen haben. – Und ich meine wirklich das junge Gras und nicht seine Frucht die Gerstenkörner.

Nutzen für die Gesundheit

Gerstengras bietet eine Reihe von gesundheitlichen Vorteilen:

Leberreinigung

Einer der Hauptvorteile von Gerstengras ist, dass es die Leber reinigen und toxische Ablagerungen im Körper beseitigen kann.

Die Leber ist wie ein Filter. Ihre Aufgabe ist es, Giftstoffe aufzufangen und zu beseitigen. So wie ein Auto regelmäßig einen Ölwechsel benötigt, kann auch die Leber von einer Reinigung profitieren, um sich von Umweltgiften zu erholen.

Gerstengras enthält vorteilhaftes Chlorophyll und Beta-Carotin, die die Beseitigung von Stoffwechselschlacken fördern und den Entgiftungsprozess unterstützen.

Unterstützung des Immunsystems

Gerstengrassaft enthält mehr Vitamin C als Orangen, aber auch Kupfer, das das Immunsystem unterstützt. Vitamin C und Kupfer helfen dem Immunsystem dabei, effizienter zu arbeiten. Kupfer ist auch für Hämoglobin in roten Blutkörperchen unerlässlich.

Verbesserte Insulinresistenz

Mehrere Studien haben gezeigt, dass Gerstengrassaft den Zuckerspiegel senken und die Insulinresistenz verbessern kann. Die Antioxidantien und Vitamine im Gras helfen, den Blutzuckerspiegel zu stabilisieren und den Körper wieder auf Kurs zu bringen.

Schöne Haut

Wer möchte nicht auch ein jugendlicheres und strahlenderes Aussehen haben? Gerstengrassaft enthält Selen, das die Hautelastizität verbessert. Es kann außerdem dazu beitragen, die Haut vor Umwelteinflüssen wie schädlichen UV-Strahlen und Smog zu schützen, die die Haut vorzeitig altern lassen. Diese nützliche Pflanze enthält auch Eisen, Chlorophyll und Vitamin B, die dazu beitragen können, dass Hautzellen sich regenerieren und erneuern können.

Krebsprophylaxe

Gerstengras wird häufig als Krebsprophylaxe eingesetzt, da es mehr als 20 verschiedene Enzyme enthält, unter anderem das seltene Enzym Superoxid-Dismutase (SOD) und Katalase. Diese Enzyme spielen eine wichtige Rolle bei der Verhinderung frühzeitiger Zellalterung und bei der Auflösung toxischer krebserregender Stoffe. SOD wird zunehmend als Heilmittel bei Krebs diskutiert und konnte bereits erfolgreich gegen Tumorwachstum im Gehirn eingesetzt werden. Es hat eine entgiftende Wirkung, schützt die Zellen und die darin enthaltene DNA und kann den Folgen radioaktiver Strahlung entgegenwirken. Auch Frauen können von Gerstengrassaft profitieren, da das Enzym Superoxid-Dismutase zur Vorbeugung von Brustkrebs beitragen kann.

Antioxidantien

Da Gerstengras reich an Antioxidantien ist, kann es dazu beitragen Schäden durch freie Radikale zu bekämpfen und die Entstehung von Krankheiten zu verhindern, die durch oxidativen Stress verursacht werden. Das Enzym Superoxid-Dismutase kann helfen, freie Radikale zu neutralisieren. Des Weiteren enthält Gerstengrassaft auch Beta-Carotin, Vitamin B-12 und Vitamin E.

Senkt Cholesterin

Eine klinische Studie mit Gerstengras ergab, dass es nicht nur den Blutzuckerspiegel senkt, sondern auch den Cholesterinspiegel. Die Studie ergab, dass der Cholesterinspiegel nach 70 Tagen Gerstengras täglich um 5,1% sank. Cholesterin wird – neben Typ-2-Diabetes – durch einfach gesättigte Fette und Antioxidantien abgebremst.

Repariert DNA-Schäden

Untersuchungen haben gezeigt, dass Gerstengras die DNA tatsächlich reparieren kann. Unsere DNA kann durch Lebensmittelzusatzstoffe, Stress, Medikamente, Strahlung, Schwermetalle, Umweltgifte und ein krankes Immunsystem verändert werden. Diese Änderungen können zu genetischen Anomalien, Sterilität und vorzeitiges Altern führen. Bei Frauen können diese Veränderungen zu Genschäden bei Nachkommen und zu Fehlgeburten führen.

Osteoporose-Prophylaxe

Gerstengras enthält Kupfer, Phosphor und 11-mal mehr Calcium als Milch. Es enthält auch Mangan, das eine entscheidende Rolle bei der Knochenproduktion spielt.

Gerstengrassaft kann das Fortschreiten von Osteoporose verlangsamen. Es ist so nährstoffreich, dass Vegetarier und Veganer es nutzen können, um Nährstofflücken in ihrer Ernährung zu schließen, insbesondere weil das Gras ernährungsphysiologisch vollwertig ist.

Der Unterschied zwischen GERSTENGRAS-SAFTPULVER und GERSTENGRAS-PULVER

Was man beim Kauf unbedingt beachten sollte ist,  dass Gerstengras-Saftpulver nicht mit Gerstengraspulver identisch ist. Die Bezeichnungen klingen ähnlich und beide sind aus Gerstengras (Hordeum vulgare) gewonnen, doch gibt es einen gravierenden Unterschied in der Herstellung und im Nährstoffgehalt.

Während die eigentlichen Nährstoffe in jeder Pulversorte gleich bleiben, enthält das getrocknete Gerstengraspulver auch Zellulose, die vom Menschen nicht verdaut werden können. Gerstengraspulver ist normalerweise in der Farbe heller als das dunklere Gerstengras-Saftpulver, welches eine weit höhere Konzentration der nützlichen Nährstoffe enthält.

WIE WIRD GERSTENGRAS-SAFTPULVER HERGESTELLT?

Gerstengras-Saftpulver wird sorgfältig aus dem jungen Gerstengras entsaftet. Das Gras wird geschnitten, wenn die Nährstoffkonzentration des jungen Grases am höchsten ist, was im Alter von ca. 10 – 14 Tagen nach der Keimung der Fall ist. Durch das Entsaften werden die unverdaulichen Zellulosefasen entfernt und die nützlichen Phyto-Nährstoffe freigesetzt, was die Nährstoffaufnahme durch den menschlichen Organismus wesentlich zu erleichtert.

Der Saft wird bei sehr niedrigen Temperaturen (unter 42 ° C) getrocknet, um die wertvollen bioaktiven Enzyme und anderen Nährstoffe zu schützen und zu bewahren.

WIE WIRD GERSTENGRASPULVER HERGESTELLT?

Im Gegensatz zu Gerstengras-Saftpulver wird das hellgrüne Gerstengraspulver direkt aus jungem Gerstengras gewonnen. Die geernteten Halme werden getrocknet und dann zu Pulver vermahlen. Gerstengraspulver enthält die gesamte Zellulose und die Nährstoffe sind nicht so konzentriert wie im entsafteten Gras.

Den Unterschied zwischen den beiden Pulvern erkennt man auch im Preis. Gerstengraspulver ist wesentlich günstiger, als reines Gerstengras-Saftpulver. Man sollte beim Kauf unbedingt darauf achten, um welches der beiden Pulver es sich handelt. Die Kennzeichnungen sind oft irreführend.

Die günstigste Variante ist es, Gerstengras selber zu ziehen und frisch als ganzes Gras in Smoothies zu verwenden oder selbst in einem Entsafter zu entsaften.

Gerstengras selber ziehen

Es ist sehr einfach Gerstengras selbst zu ziehen. Alles was man dazu benötigt ist ein großes flaches Gefäß, wie z. B. einen Blumenkasten, Aussaatschalen o. ä., gute Gartenerde oder Bio-Erde und keimfähiges Bio-Saatgut.

  • Gerstensamen über Nacht zum Quellen in lauwarmes Wasser legen.
  • Die eingeweichten Gerstensamen werden nun in einem Pflanzgefäß, z. B. einem Blumenkasten, auf feuchter Bio-Erde gleichmäßig verteilt. Sie sollten nicht übereinander liegen, da dies das Austreiben behindert. Vorsichtig gießen, damit die Erde gleichmäßig feucht bleibt und z. B. mit einem Karton abdecken, da Gerste ein Dunkelkeimer ist.
  • Nach 3 Tagen haben sich die ersten Sprossen gebildet und der Karton zum Abdunkeln wird nicht mehr benötigt. Blumenkasten an einem sonnigen Platz stellen und weiterhin regelmäßig feucht halten.
  • Nach ca. 10 – 14 Tagen ist das Gerstengras ca.12 – 15 cm hoch gewachsen und kann geerntet werden, indem man es einfach mit einer Schere abschneidet und ganz in Smoothies mixt oder entsaftet.
  • Das Gerstengras kann noch einmal eine zweite Runde nachwachsen, um noch einmal geerntet zu werden.
  • Beim Entsaften sollte man auf einen guten Entsafter achten, der auch für Gräser geeignet ist. Es gibt sehr gute hochpreisige Entsafter, aber auch preiswerte Geräte oder handbetriebene Entsafter sind empfehlenswert.

Fazit

Frischer Gerstengrassaft oder Gerstengras-Saftpulver ist ein wertvolles und gesundes Nahrungsmittel, das in keiner gesunden Ernährung fehlen sollte. Da der Geschmack herb-grün-bitter ist, ist er ziemlich gewöhnungsbedürftig. Doch kann man ihn gut in Smoothies oder mit frischem Orangensaft neutralisieren.

Buch-Tipp

Grassaft: Das grüne Lebenselixier

 

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2 Replies to “Gerstengrassaft – grüne Pflanzenpower für mehr Gesundheit”

  1. Danke für diese Information.
    Ich bin glutenintolerant. Enthält Gerstengrassaftpulver Gluten? Ich glaube ja.
    Vielen Dank .
    Viele Grüße

  2. Liebe Gabriele,

    Gluten ist nur in dem Getreidekorn selbst, in dem Samen vorhanden. Der Same einer Pflanze ist prinzipiell immer etwas grundsätzlich anderes, als die Pflanze, die dann daraus wächst. Das frische, grüne Gras, das aus dem Getreidekorn sprießt, weist eine komplett andere Zusammensetzung und ein ganz anderes Nährstoffprofil auf. Gluten ist garantiert nicht enthalten. Menschen, die sensibel auf Gluten reagieren oder es streng meiden möchten, sind bei der Verwendung von Gerstengras, Weizengras oder anderen Getreidegräsern sicher. Ich hoffe ich konnte dir mit dieser Information weiter helfen. Alles Liebe für dich und herzliche Grüße, Ana.

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