Meine Top 8 Kräuter in der Erkältungs- und Grippesaison

Verzaubere deinen Balkon, Garten oder Küchenschrank mit natürlichen Kräutern und Gewürzen in einen Medizinschrank gegen Halsschmerzen, Schnupfen, Husten und Co.

Die letzten Felder sind abgeerntet, die Nächte werden länger, die Blätter fallen und ein stürmischer Wind bringt die Kälte des Nordens mit sich. Dies kann nur eines bedeuten: Eine weitere Erkältungs- und Grippesaison steht vor der Tür.

Die Erkältungs- und Grippesaison beginnt im Herbst und Winter und erreicht zwischen Dezember und Februar ihren Höhepunkt. Je nach Witterung kann sie jedoch bis Mai andauern. Die Viren, die eine Erkältung oder Grippe verursachen, lauern bei der Arbeit, in der Schule, in der Kita und überall dazwischen. Und selbst wenn es dir selbst gelingt, virenfrei zu bleiben bzw. dich nicht anzustecken, besteht trotz vorbeugender Maßnahmen wie z. B. häufiges Händewaschen, ausreichend Schlaf, Bewegung an der frischen Luft und einer gesunden Ernährung mit viel Obst und Gemüse, eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass ein Familienmitglied oder Partner ein Virus mit nach Hause bringt.

Es ist schon einige Jahre her, dass ich das letzte Mal wirklich krank war, obwohl ich wie jeder andere Mensch täglich in der Öffentlichkeit allen möglichen Keimen ausgesetzt bin. Manchmal spüre ich dieses verräterische Kitzeln in meinem Hals oder in meiner Nase, darüber hinaus geht es jedoch fast nie. Wenn ich mich unwohl fühle oder sich erste Anzeichen einer Erkältung oder Grippe zeigen, ziehe ich mein Arsenal an natürlichen Heilmitteln heraus.

Gleichgültig, ob du eine Erkältung oder Grippe verhindern oder deine Genesung beschleunigen möchtest, die folgenden, teils schon seit der Antike bekannten und beliebten Kräuter, sind zu jeder Jahreszeit hilfreiche Wegbegleiter, denn sie helfen auch präventiv und stärken das Immunsystem. Für welche der Kräuter du dich im Akutfall entscheidest, hängt natürlich auch von deinen persönlichen Vorlieben ab.

HOLUNDER

Holunderblüten und Holunderbeeren werden seit Tausenden von Jahren als Medizin verwendet. Hippokrates, der antike griechische Arzt, der als „Vater der Medizin“ bekannt war, bezeichnete den Holunderstrauch als seine „Apotheke“.

Die Holunderbeeren sind klein, rund und dunkelviolett, ähnlich wie Heidelbeeren. Sie sind reich an Anthocyanen, sekundären Pflanzenstoffen, die häufig in lila und blauen Früchten vorkommen. Außerdem sind sie reich an Vitamin C, B6 und Eisen.

Holunder wird wegen seiner antioxidativen Wirkung, zur Senkung des Cholesterins, zur Verbesserung des Sehvermögens, zur Stärkung des Immunsystems, zur Verbesserung der Herzgesundheit sowie bei Husten, Erkältungen, Grippe, bakteriellen und viralen Infektionen und Mandelentzündungen verwendet. Bioflavonoide und andere Proteine ​​im Saft zerstören die Fähigkeit von Erkältungs- und Grippeviren, eine Zelle zu infizieren. Menschen mit Grippe, die Holundersaft einnahmen, berichteten von weniger schweren Symptomen und fühlten sich viel schneller besser als diejenigen, die dies nicht taten.

Auch Anthony William empfiehlt Holunderbeeren zur Vorbeugung und Behandlung von Erkältungskrankheiten: „Von Holunderbeeren ist bekannt, dass sie die Immunfunktion signifikant verbessern können, indem sie die Produktion von Zytokinen im Körper steigern. Darüber hinaus sind sie sehr nützlich bei Bronchial- und Atemwegserkrankungen und können helfen, Lungenstauungen zu lösen und zu beseitigen.“

Ebenso wie Holunderbeerensaft haben die Holunderblüten einen positiven Effekt bei Erkältungskrankheiten. Sie wirken entzündungshemmend, schleimlösend, regen das Schwitzen an und helfen so der natürlichen Immunantwort des Körpers, effektiver zu arbeiten. Die entzündungshemmende Wirkung kann auch bei entzündeten Nebenhöhlen hilfreich sein.

Ich trinke Holunderbeersaft vorbeugend in der kalten Jahreszeit und Holunderblütentee gerne bei jeder Art von Kälteempfindung das ganze Jahr über. Er erwärmt herrlich den Körper, so dass ich mich danach richtig behaglich fühle und er schmeckt auch lecker. Es gibt im Handel leckere Teemischungen aus Holunderblüten und -beeren. Holunderblüten kann man übrigens im Mai / Juni kostenlos selbst in der Natur sammeln und trocknen – oder natürlich auch einfach kaufen.

LINDENBLÜTEN

Seit dem Mittelalter werden die Blüten der Linde zum Schwitzen genutzt. Bis heute werden sie verwendet, um bei fieberhaften Erkältungen und Infektionen Schwitzen auszulösen, verstopfte Nasen zu ins Fließen zu bringen und Halsreizungen und Husten zu lindern. Lindenblüten wirken beruhigend und werden auch zur Behandlung von nervösem Herzklopfen und hohem Blutdruck angewendet.

Lindenblütentee wirkt demulgierend und adstringierend und ist damit ein perfektes Mittel gegen übermäßige Trockenheit. Die demulgierenden Eigenschaften versorgen den Körper mit Feuchtigkeit, während die adstringierenden Eigenschaften das Gewebe straffen und dabei helfen, die Feuchtigkeit im Körper zu halten.

Als entspannendes Nerven- und gefäßerweiterndes Mittel löst Lindenblütentee Verspannungen in der Muskulatur, fördert die Durchblutung der Haut und hilft, die Wärme aus dem Körper abzuleiten. Er ist hilfreich bei höherem Fieber, das von Anspannung und Unruhe begleitet wird.

Lindenblütentee wird gerne als Brustkraut bei katarrhalischen Symptomen wie Bronchitis, Husten, Stauung usw. verwendet. Der Tee hat eine beruhigende Wirkung bei Halsschmerzen und Halsreizungen. Einige Kräuterkundige empfehlen Lindenblüten auch für Menschen mit Asthma.

Der liebliche rote Lindenblütentee ist eines meiner Lieblingstees und schmeckt himmlisch. Jeder kann sich im Sommer einfach selbst Lindenblüten in der freien Natur sammeln und zu Hause trocknen und sich so einen kostenlosen Jahresvorrat anlegen.

OREGANO

Oregano wurde schon im alten Griechenland als Medizin verwendet. Kräuterkundige und traditionelle Ärzte haben es bei Atemwegserkrankungen, Nebenhöhlenerkrankungen und Verdauungsbeschwerden empfohlen, lange bevor er von der modernen Medizin unterstützt wurde.

Ätherisches Oreganoöl gilt heute als aktives antimikrobielles und starkes Antioxidans, das vor Erkältungs- und Grippesymptomen schützen kann. Es unterstützt das Immunsystem auf natürliche Weise, schützt vor infektiösen Bakterien und bekämpft freie Radikale. Basierend auf bemerkenswerten Forschungsstudien haben die flüchtigen Öle in Oregano (Thymol und Carvacrol) antivirale, antibakterielle und entzündungshemmende Eigenschaften und ist ein starkes und wirkungsvolles natürliches Antibiotikum.

Oreganoöl ist flüssig oder in Kapseln erhältlich. Es sollte nicht unverdünnt angewendet werden, da es sonst wegen der intensiven Wirkung zu Reizungen kommen kann.  Zur inneren Einnahme sind Oreganoöl-Kapseln zu empfehlen.  Zur äußeren Anwendung mischt man 1 – 3 Tropfen Oreganoöl auf 1 Teelöffel Trägeröl, z. B. Olivenöl. Dies ist z. B. zur Einreibung der Brust oder der Füße zu empfehlen.

THYMIAN

Unter den Kräutertees stellt Thymian-Tee eine Besonderheit dar. Dieses antike und geschichtsträchtige Kraut, das den meisten Menschen eher als Gewürz bekannt ist, hat einen ganz besonderen Geschmack und Charakter und verdient auch ganz besondere Anerkennung für seine Fähigkeiten als Erkältungs- und Hustenmittel. In der Tat kann dieser Tee, wenn er als Teil eines gesunden und aktiven Lebensstils konsumiert wird, dazu beitragen, den Alltag zu verbessern.

Die gebräuchlichste traditionelle Anwendung von Thymian war als Mittel gegen trockenen Husten,  zur Verdauung und zur Mundspülung bei Geschwüren und Infektionen von Mund und Rachen. Thymian ist reich an pflanzlichen Phenolen wie Thymol und Carvacrol, die stark krampflösend wirken und sie zu wirksamen Hustenhemmern machen. Die antibakteriellen und schleimlösenden Eigenschaften dieses Krauts verdünnen den Schleim, den der Husten auszuscheiden versucht, und heilen den Bronchialtrakt sanft und beruhigend. Aufgrund der intensiven Forschung wurde Thymianöl von der deutschen „Kommission E“ zur Behandlung von Bronchitis, Keuchhusten und Entzündungen der oberen Atemwege zugelassen.

Eine andere traditionelle Verwendung dieses Krauts, die in der wissenschaftlichen Welt Anklang gefunden hat, ist seine Verwendung als wirksames Heilmittel gegen Halsschmerzen. Das ätherische Thymianöl ist eines der stärksten antimikrobiellen Mittel der Natur. Sein Calvacrol- Gehalt ist die Hauptwaffe gegen viele der verschiedenen Bakterien, die diesen unangenehmen Zustand verursachen können.

In einer kürzlich durchgeführten polnischen Studie wurde die Reaktion von ätherischem Thymianöl auf 120 verschiedene Bakterienstämme getestet, die bei Patienten mit Infektionen der Mundhöhle, der Atemwege und des Urogenitaltrakts isoliert wurden. Sie fanden heraus, dass das Öl eine extrem starke Aktivität gegen alle Bakterienstämme aufwies. Darüber hinaus zeigte es sogar Wirksamkeit gegen antibiotikaresistente Stämme. Es wurde auch festgestellt, dass Thymianöl gegen verschiedene Staphylococcus- Arten, einschließlich MRSA, wirksam ist.

Thymianöl wirkt am besten als Einreibung bei Husten auf der Brust und / oder Füße, dazu 5 Tropfen Thymianöl mit 20 ml Trägeröl mischen, z. B. Olivenöl – oder als Dampfinhalation (2 – 3 Tropfen auf 2 Liter kochendes Wasser). Auch in der Duftlampe hat sich Thymianöl als wohltuend erwiesen. Ebenso hilfreich können 3 Tropfen des ätherischen Öles in einem warmen Fußbad wirken. Zur innerlichen Anwendung nehme ich 2-3 Tropfen auf etwas Zucker oder Honig ein.

ZITRONENMELISSE

Zitronenmelisse ist eine wundervoll nach Zitrone duftende Pflanze, die wie Oregano, Thymian und Pfefferminze ein Lippenblütlergewächs ist. Sie mag im Garten schlicht und unscheinbar erscheinen, verströmt aber immer dann einen frischen Zitronenduft, wenn man über ihre Blätter streicht. Bienen lieben Zitronenmelisse und wie andere Mitglieder der Lippenblütlerfamilie wird sie gerne den ganzen Garten einnehmen, wenn sie nicht in Schach gehalten wird.

Zitronenmelisse ist aufgrund ihrer vielen Anwendungsgebiete ein schon seit der Antike beliebtes und bekanntes Allroundmittel bei Kräuterkundigen. Der als Melissengeist bekannte Kräuterauszug ist ein altes und bewährtes Hausmittel, das ich allerdings aufgrund des hohen Alkoholgehaltes nicht für die innere Einnahme empfehlen würde. Ich bevorzuge alkoholfreie Zitronenmelisse-Tinktur für akute Fälle und unterwegs oder Zitronenmelissentee.

Zitronenmelisse ist reich an sogenannten Polyphenolen, was ihr starke antivirale Eigenschaften verleiht. Die Einnahme von Zitronenmelisse als Tee oder Tinktur kann hilfreich sein, um sich von Virusinfektionen wie Erkältungen, Grippe und sogar Gürtelrose zu erholen. Ihre antiviralen und verdauungsberuhigenden Eigenschaften helfen auch bei Magenviren. Zitronenmelissentee kann helfen, Halsschmerzen zu lindern, und bei regelmäßiger Einnahme, kann sie die natürlichen Abwehrkräfte des Körpers gegen Viren zu stärken.

Neben ihren antiviralen Eigenschaften, ist Zitronenmelisse ein tolles Anti-Angst-Kraut und auch hilfreich bei Nervosität, Schlafstörungen, Kopfschmerzen und depressiven Verstimmungen – Symptome, die oft mit Erkältungskrankheiten einhergehen.

Ihr angenehmer Geschmack macht es einfach sie zu genießen und sie schmeckt auch Kindern sehr gut. Ich trinke Zitronenmelissentee regelmäßig das ganze Jahr über – im Sommer frisch aus dem Garten, im Winter verwende ich das getrocknete Kraut. Bei akuten Beschwerden ist Zitronenmelissen-Tinktur hilfreich.

ZISTROSE

Die Zistrose gehört ganz klar zu meinen Favoriten, wenn es um die Bekämpfung von Erkältungen, Halsschmerzen und Co geht. Diese wunderschönen Pflanzen, die in mediterranen Ökosystemen wachsen, leiden unter zahlreichen Stressfaktoren und rauen Bedingungen wie Dürre, starker Sonneneinstrahlung und hohen Temperaturen. Mediterrane Pflanzen produzieren einen hohen Anteil an Polyphenolen, um sie vor diesen Stressfaktoren zu schützen. Interessanterweise hat die Zistrose eine Symbiose mit einem Wurzelpilz entwickelt. Die Pilze helfen dem Wurzelsystem, Wasser und Mineralien aus dem Boden aufzunehmen, sodass die Wirtspflanze auf besonders kargen Böden gedeihen kann.

Die Zistrose (Cistus incanus) hat den höchsten Polyphenolgehalt aller Pflanzen in Europa. Das macht diese Pflanze so besonders. Denn die enthaltenen Polyphenole wirken schützend, indem sie die Anlagerung von Viren an Körperzellen verhindern.

Die Zistrose (Cistus incanus) ist eine gute Quelle für Polyphenole, Proanthocyanadine, Bioflavonoide, Catechine, Gallussäure, Rutin und andere nützliche bioaktive Verbindungen. Sie wird besonders vorbeugend angewendet und bietet Kräuterschutz gegen Influenzaviren, Erkältungsviren und andere Viren. Wenn die ersten Symptome auftreten, kann die Verabreichung von Zistrosentee oder –Präparaten wie Zistrosen-Kapseln, die Krankheit innerhalb von 48 Stunden abwenden. Zu einem späteren Einnahmebeginn lindert die Heilpflanze die Symptome und beschleunigt die Genesung.

Täglich zwei bis drei Tassen Zistrosentee, der einen milden, angenehm blumigen Geschmack hat, helfen dabei, Erkältungen schnell loszuwerden oder zu verhindern. Eine Cistus-Kur zur Prophylaxe sollte einen Monat lang durchgeführt werden. Besonders lecker und wohltuend schmeckt der Tee mit etwas Zitronensaft und Honig oder Ahornsirup.

INGWER

Im Ayurveda ist Ingwer eine „Universalmedizin“. Er wird seit Jahrhunderten verwendet und ist immer noch eines der beliebtesten Kräuter unserer Zeit. Er wurde umfassend mit positiven Ergebnissen für eine Vielzahl von Themen untersucht, was Ingwer auch zu einem der anerkanntesten Kräuter in der westlichen Medizin macht.

Bevor wir uns mit den Vorteilen von Ingwertee befassen, schauen wir uns seine energetischen Eigenschaften an. Ingwer ist ein warmes bis heißes Kraut mit einer Tendenz zur Trockenheit. Frischer Ingwer gilt als warm, während getrockneter Ingwer als heiß gilt.

Ingwer ist ein großartiges Mittel, um Energie in Fluss zu bringen. Wenn du an einem heißen Ingwertee nippst, erwärmt die Hitze des Tees dein Inneres. Ein interessantes Experiment ist es, einen Tee aus frischem Ingwer und einen aus getrocknetem Ingwer zu vergleichen. Bemerkst du einen Unterschied? Ebenso nützlich wie einen Tee zu trinken ist es, einfach eine Scheibe frischen Ingwer zu essen. Du wirst seine würzige Hitze schnell bemerken.

Ingwer wärmt nicht nur, er ist auch aromatisch und dispergierend. Nach dem Genuss einer Tasse Ingwertee bemerkt man schnell, wie sich die Hitze in Inneren zu den Gliedmaßen hin ausbreitet. Wenn man einen wirklich starken Ingwertee trinkt, spürt man möglicherweise sogar, wie die Wärme durch die Haut dringt. Dies ist eine großartige Erinnerung daran, dass Energetik oft kreisförmig ist. In diesem Fall erzeugt überschüssige Wärme eine sekundäre Kühle.

Ingwer stimuliert auch den Flüssigkeitsverlust durch verschiedene Körpersekrete wie Schweiß oder Schleim. Aus diesem Grund gilt Ingwer als trocknend.

Werfen wir nun einen Blick darauf, wie die Energie von Ingwer eine Rolle bei den gesundheitlichen Vorteilen von Ingwer bei Erkältungen spielt. Ingwer kann bei vielen verschiedenen Beschwerden während einer Infektion der oberen Atemwege eingesetzt werden. Wenn man während einer Erkältung oder Grippe nur ein Kraut zur Auswahl hätte, könnte Ingwer das richtige sein, insbesondere wenn Anzeichen von Kälte und Feuchtigkeit vorliegen.

Ingwertee, leicht abgekühlt mit etwas Zitronensaft und Honig verrührt, kann Halsschmerzen lindern und aufgrund seiner antimikrobiellen Eigenschaft kann er weitere Infektionen verhindern. Außerdem ist Ingwer diffusiv und anregend und eignet sich perfekt, um festsitzenden Schleim wieder fließen zu lassen. Ein starker Ingwertee kann Husten und verstopfte Nebenhöhlen lindern. Ingwer kann auch äußerlich über der Brust verwendet werden, um Stauungen zu lindern.

Ich verwende frische Ingwerwurzel großzügig in meiner täglichen Ernährung das ganze Jahr über. Ebenso trinke ich regelmäßig Ingwershots aus reichlich frischer Ingwerknolle, Zitrone und Apfel (alles frisch gepresst) – sie sind tolle Immunbooster. Wer den Geschmack von Ingwer nicht mag oder im Akutfall nicht immer Tee trinken will, kann  auf hoch wirksame Ingwerkapseln mit flüssigem Ingwerextrakt ausweichen. Es gibt auch leckere Ingwertees im Handel.

ECHINACEA

Die wunderschön blühende Echinacea ist als pflanzliches Heilmittel, insbesondere zur Abwehr von Erkältungen und Grippe, sehr beliebt. Die Vorteile von Echinacea reichen jedoch weit über Infektionen der oberen Atemwege hinaus. Sie können eine wirksame Methode sein, um Infektionen, giftige Bisse und Stiche zu behandeln und die Lymphdrainage zu fördern.

Wenn man ein starkes Echinacea-Produkt probiert oder einfach ein winziges Stückchen von der frischen Pflanze (Blüten, Wurzeln, Stängel oder Blätter) kostet, erlebt man wie der beißende Geschmack Hals und Zunge betäubt, während er sich im ganzen Körper verteilt. Echinacea ist von Natur aus anregend. Das Kraut stimuliert die Funktion des Immunsystems, es fördert den Lymphfluss, um geschwollene Lymphdrüsen anzusprechen und stimuliert sogar den Speichel. Energetisch gesehen hat Echinacea eine kühlende Wirkung und wird bei Anzeichen von Hitze verwendet, insbesondere bei Infektionen. Da es die Körpersekrete stimuliert, trocknet es auch aus.

Kräuterkundige empfehlen Echinacea, um die Dauer einer Erkältung und Grippe zu verkürzen und Halsschmerzen, Husten und Fieber zu lindern. In der Vergangenheit verwendeten die amerikanischen Ureinwohner Echinacea zur Behandlung schwerer Infektionen. Die antiinfektiösen Eigenschaften von Echinacea wurden heute in mehreren klinischen Studien nachgewiesen.

Echinacea kann als Tee, Tinktur oder in Kapseln verzehrt werden. Wenn du Echinacea in flüssiger Form (Tee oder Tinktur) einnimmst, behalte die Dosis vor dem Verschlucken etwa 10 Sekunden lang im Mund, um die lokale antivirale Wirkung auf das Mundgewebe zu verstärken.

WAS IST NOCH HILFREICH?

Zum Abschluss möchte ich der Vollständigkeit halber noch erwähnen, dass ich zu Gesunderhaltung meines Körpers bzw. zur Prävention von Krankheiten regelmäßig auch folgende  Nahrungsergänzungsmittel zu mir nehme. Dazu gehören Zink, Vitamin D3, Vitamin B12 und Vitamin C als EsterC,  Acerola- oder Hagebuttenschalenpulver.

ZUBEREITUNG KRÄUTERTEE

1 – 2 Teelöffel Kräutertee in eine Tasse geben und mit 250 ml kochendem Wasser übergießen, ca. 10 Minuten ziehen lassen und abseihen.

Hier meine Dosiermengen für 1 große Tasse Kräutertee:

Holunderblüten – 1 Teelöffel
Lindenblüten – 1 Teelöffel
Thymian – 1 Teelöffel
Zitronenmelisse – 1-2 Teelöffel
Zistrose – 1-2 Teelöffel
Ingwerwurzel – ca. 1 walnussgroßes Stück in Scheiben geschnitten – 10 Min.  im Wasser köcheln lassen
Echinacea – 1 Teelöffel

Wenn mir der Tee zu streng schmeckt (z. B. Thymian), süße ich ihn gerne mit Ahornsirup (oder Honig) und verfeinere evtl. noch mit ein wenig Zitronensaft.

Welche Kräuter helfen dir dabei, gesund durch den Winter zu kommen?

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